12. Oktober 2011

VERSTÄRKUNG VON DEUTSCHER SEITE FÜR DIE KULTURHAUPTSTADT

Mehr Zusammenarbeit auf beiden Seiten der Grenze ist ein zentrales Ziel der Bewerbung Sønderborg mit Sønderjylland-Schleswigs zur europäischen Kulturhauptstadt und der Einsatz südlich der Grenze wird nun durch eine neuen Mitarbeiterin aus Flensburg verstärkt.

In der nächsten Zeit werden Bürger, Kulturakteure und Kulturinstitutionen südlich der Grenze mehr über die Vision, Sønderborg mit Sønderjylland-Schleswig zur europäischen Kulturhautstadt 2017 zu machen, hören. Denn seit Montag unterstützt Elisa Priester aus Flensburg das 2017 Sekretariat als Koordinatorin der Aktivitäten auf deutscher Seite in Vollzeit.

Sie wurde bereits von Oberbürgermeister Simon Faber im Rathaus in Flensburg vorgestellt. Die Beschäftigung dauert 11 Monate und wurde durch die Bitten und Mads Clausen Stiftung ermöglicht.

Die 29jährige Elisa Priester hat Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim studiert und zudem ein Semester am Institut für Dramaturgie in Aarhus verbracht. Hier traf sie ihren dänischen Partner, mit dem sie sich nun gemeinsam in Flensburg nieder gelassen hat. Und obwohl Elisa keine dänische Schule besucht hat, kann sie sich hervorragend auf Dänisch verständigen.

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Elisa Preister med overborgmester Simon Faber til venstre og lederen af Kulturbüro Flensburg, Thomas Frahm til højre. 2017-ansøgningen, som de holder i hånden, vil om få uger udkomme på tysk og være tilgængelig her på hjemmesiden.

In alle Winkel

Als Teil der Bewerbung zur Kulturhauptstadt wurden im Rahmen eines EU Interreg-Projekts Koordinatoren aus den Verwaltungen des gesamten Gebiets Sønderjylland-Schleswig benannt. Im Kreis Nordfriesland, Kreis Schleswig-Flensburg und Stadt Flensburg sind es Kulturmitarbeiterin Johanna Jürgensen, Direktor der Kulturstiftung des Kreises Schleswig-Flensburg, Dr. Matthias Schartl sowie der Leiter des Kulturbüro Flensburg, Thomas Frahm.

Elisa wird sich als erstes mit den drei Koordinatoren in Deutschland treffen.

- Wir wollen untersuchen, wo es am meisten Bedarf für Unterstützung gibt, sodass wir mehr Aufmerksamkeit für die Bewerbung schaffen und so viele wie möglich involvieren können. Es ist ja ein großes geografisches Gebiet und wir müssen hinaus in alle Winkel, sagt Elisa Priester.

Während in Dänemark viele Kulturinstitutionen und Veranstaltungen durch die Kommunen organisiert werden, liegt die Kulturarbeit in Deutschland in den Händen vieler verschiedener Akteure.

Die Bewerbung ist noch nicht abgeschlossen

Die meisten Tage wird Elisa Priester im 2017 Sekretariat, wo bereits drei feste Mitarbeiter arbeiten, im Alsion in Sønderborg zu finden sein.

Es steht bereits fest, dass Dänemark 2017 gemeinsam mit Zypern Gastgeber für die Europaische Kulturhauptstadt sein wird. In Dänemark bewirbt sich auch Aarhus um den Titel.

Das Sekretariat hat gerade seine Bewerbung für die erste Runde des Auswahlverfahrens im Kultusministerium in Kopenhagen abgeliefert – zur Vorauswahl. Am 25.November muss die Bewerbung im Kultusministerium der Jury, welche aus sechs dänischen und sieben europäischen Mitgliedern besteht, präsentiert werde. Wenn Sønderborg mit Sønderjylland-Schleswig weiter kommt, muss zum Ende des nächsten Frühjahrs eine weiterentwickelte Bewerbung eingereicht werden und die Jury trifft ihre endgültige Entscheidung voraussichtlich im August des nächsten Jahres.

Die Bewerbung, welche bereits gedruckt ist und in einigen Wochen auch auf Deutsch erhaltbar sein wird, ist also kein abgeschlossenes Dokument. Es beschreibt die Themen und Grundgedanken, aber der Prozess, der bereits im Gang ist und Bürger und Akteure involviert, ist nicht abgeschlossen.

- Die Arbeit besteht also auch darin, heraus zu finden, wen es noch konkreter in die Bewerbung zu involvieren gilt. Das können auch Akteure aus der Wirtschaft und der Tourismusbranche sein, sagt Elisa Priester.

Sie ist erreichbar unter +45 8872 5375, Handy: +45 2790 5375 oder +49 176 64133435

e-mail: epri@sonderborg.dk